Endlich kommen wir zum Wichtigsten: den Inhalten. Die sechs Schritte davor haben vermutlich schon dazu geführt, dass du weisst welche Inhalte als Seiten umgesetzt werden – also mehr oder weniger gleich bleibende Inhalte, und welche als Beiträge umgesetzt werden. Diese können dann nach Kategorien und Schlagworten gefiltert werden, nach Datum sortiert etc.
Hat ein Projekt einen gut abgrenzbaren Inhaltstyp mit speziellen Anforderungen (zb: Kochrezepte, Restaurantkritiken, Veranstaltungen, Immobilien etc) kann es sinnvoll sein, diese mit eigenen Inhaltstypen umzusetzen. Ob man diese selber mit zB. der Erweiterung ACF umsetzt oder ein spezialisiertes Plugin verwenden (zB. einen Eventmanager).
Für alle Inhalte gilt: du musst auch das Recht haben sie veröffentlichen zu dürfen. Quellenangaben können hilfreich sein um schon im Vorfeld jeden Zweifel auszuräumen. In der EU werden durch AI generierte Inhalte (wie zb. die Illustrationen auf dieser Seite) in Zukunft wohl gekennzeichnet werden müssen. Foto Copyrights sind unbedingt einzuhalten bzw. anzugeben.
Texte. Noch immer – wenn auch in absteigender Tendenz – der wichtigste Informationsträger ist der Text einer Website. Gute Strukturen (Überschriften, Absätze, Zwischentitel etc) helfen nicht nur bei der Lesbarkeit, wenn man diese mit klassischem HTML korrekt ausführt (also Überschriften H1 – H6, Listen, etc) hat man gleich die Grundlagen für gute Indizierung und Accessibility geschaffen.
Bilder. Als primär visuelles Medium sind Websites sehr von Bildern abhängig. In WordPress hast du die Möglichkeit zu jedem Bild
- Alt-Text
- Titel
- Beschriftung
- Beschreibung
anzugeben. Nutze das auch. Ob die Beschriftung angezeigt wird ist beim Bildblock oder dem Elementor Widget einstellbar. Alt-Texte (also jene Informationen, die im Quellcode zu jedem Bild dazugeschrieben werden aber nicht angezeigt) helfen bei der Indizierung und auch der Accessibility.
Grafiken. Bei der Gestaltung extrem hilfreich und schnell geladen werden Grafiken: Icons helfen immer, können im SVG-Format animiert werden. Farbige Linien, Schatten werden direkt im Browser in CSS erstellt und benötigen nur wenig Quellcode. Neben Farben und Schriften sind Grafiken die dritte gute Möglichkeit, um auch eine Unverwechselbarkeit auch auf kleinen Displays wie von Handys zu erreichen.
Videos. Sollten so gut wie immer bei externen Dienstleistern gehostet werden. Sie benötigen Bandbreite und Serverpower, die man im Regelfall für eine Website nicht hat und auch nicht benötigt. Wie immer im Internet: wenn etwas nichts kostet bist du das Produkt, es muß also nicht immer Youtube sein, vielleicht ist ein werbefreier Anbieter wie Vimeo eine Alternative.
Sound. Einfach nicht machen. Websites sollten keinen Lärm machen, das war vor 20 Jahren so und ist so geblieben.
Externe Inhalte. Manche Inhalte kommen von Dritten und das macht auch Sinn: Karteninformationen, Wetterdaten oder die Anzeige von Social Media-Inhalten auf der Website. Besonders wichtig: für alle diese Dinge das Einverständnis des Webbesuchers einholen (Consent) (siehe auch Punkt 5).
9 Kommentare
Emma
Das ist wirklich ein großartiger Leitfaden für den Aufbau einer Website mit WordPress! Deine Schritt-für-Schritt-Anleitung ist super hilfreich und deckt alle wichtigen Aspekte ab. Besonders die detaillierten Tipps zur Planung und Analyse am Anfang finde ich klasse – oft wird dieser Teil vernachlässigt, dabei ist er so entscheidend für den Erfolg der Website.
Die Informationen zu Domain und Hosting sind ebenfalls äußerst wertvoll. Es ist immer gut zu wissen, worauf man achten sollte und welche Anbieter sich bewährt haben. Deine Empfehlungen für LocalWP als Entwicklungsumgebung sind ein praktischer Hinweis, den ich definitiv ausprobieren werde.
Die Auswahl des richtigen Themes ist oft eine echte Herausforderung, und ich finde es toll, dass du hier klare Empfehlungen gibst. Die Unterscheidung zwischen Block-Themes und klassischen Themes hilft einem, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Besonders das Hello Elementor Theme scheint mir für meine Projekte eine interessante Option zu sein.
Ich freue mich schon darauf, die nächsten Schritte in deinem Artikel zu lesen. vielen Dank für die umfangreiche und verständliche Erklärung das wird mir sicher helfen, meine WordPress-Seite noch professioneller zu gestalten.
Liebe Grüße Emma
Mia Obama
Hallo, ich möchte einen Handtaschen Shop eröffnen und suche nach einem fertig oder vorgefertigte Design.Es werden auf Envato alles andere ausser z.B. Restaurant,Hotel etc. Design Templates zum Kauf angeboten. Ich bedaure,aber was kann ich tun, wenn ich so ein Template für meinen geplanten Handtaschen Shop mit WP, woocomm. Elementor, u. wahrscheinlich hello theme nicht finde? Ich weiß da leider nicht weiter. Und weiß auch nicht, inwieweit sich ein viell. nicht ganz von der Ansicht passendes Template verändern ließe. Und weiß nicht ob sich so etwas im Hello theme befindet. Viele Grüße Mia
Harry Martin
Wenn du eine vorgefertigte Lösung suchst kannst du entweder in der Elementor Bibliothek ein SiteKit finden (und das mit dem Theme Hello Elementor verwenden) oder du suchst ein Theme das mit Elementor und WooCommerce arbeitet. Vermutlich ist Astra eine Option für dich. Versuche schon vorab genau heraus zu finden, ob das Theme das kann was du willst. https://wpastra.com/features/ Listet die Features auf, alles zum Thema WooCommerce ist dann in der Pro-Version zu finden.
MIkel Moder
ich bin total neu bei elementor, ich habe das Hello Theme installiert und eine tolles Envato free Theme genutzt, Seite ist fertig. Wenn ich die Seite online stellen will, muss ich diese ja benennen, allerdings zeigt mir WordPress nur das Hello Theme an und nicht die page, die mit Elementor erstellt wurde. Was muss ich tun, damit die Elementor page auch wirklich online geht? Ich finde Elementor grandios.
Harry Martin
Hallo, du hast da ein paar Dinge durcheinander: du benötigst Hello Elementor nicht wenn du ein anderes Theme verwendest. Wie du eine Webseite online stellst hat nichts mit Elementor zu tun. Das hängt davon ab wo und wie du diese erstellt hast, wo sie gehostet wird (werden soll) und unter welcher Domain sie erreichbar sein soll. All das sind Voraussetzungen, die geklärt werden müssen.
claudia
Hallo,
vielen Dank für diese strukturierte Darstellung. Eine Frage ist für mich noch offen geblieben. Den Unterschied zwischen Elementor Canvas und Volle Breite ist mir im Prinzip klar, jedoch kann ich nicht einschätzen, welche Variante besser ist. Ich habe mit Elementor Pro ein eigenes Header Template erstellt, was zur Anwendung kommen soll.
Viele Grüße
Claudia
Harry Martin
Wenn du willst, dass der Theme Builder (Header, Footer, …) eingebunden werden nimmst du „Elementor volle Breite“, wenn du wirklich eine leere Leinwand bearbeiten willst eben Canvas.
Johannes Bucka
Vielen Dank für die tolle Seite. Ich habe Hello Elementor angelegt.
Die Kommentarfunkton ist jedoch jetzt nicht mehr vorhanden. In den Einstellungen und in den Beiträgen ist sie jedoch aktiviert.
Wenn ich das Widget Kommentare in das SinglePost-Template ziehe, steht da die Meldung:
Kommentare sind geschlossen. Aktiviere Kommentare aus de Diskussionsfled auf dem WordPress Post-Bearbeitungsbildschirm oder aus den WordPress-Diskussionseinstellungen.
Dort sind die Kommentare jedoch aktiviert. Auch ein Ausschalten und Wieder Einschalten funktioniert nicht.
Wenn ich ein anderes WordPress-Theme aktiviere, dann wird das Kommentarfeld allerdings angezeigt.
Es muss also irgendwo bei den Einstellungen von Hello Elementor liegen.
Viele Grüße
Johannes
Harry Martin
Hallo Johannes,
Die Idee von Hello Elementor ist es, so wenig wie möglich (eigentlich gar nichts) zum Einstellen zu bieten. Die Kommentarfunktion wird nicht über das Theme, sondern über das Elementor-Widget ”Beitrag Kommentare“ gelöst. Dieses ist unter den ”Single”-Widgets zu finden.
Mit diesem Widget werden die Kommentare dann angezeigt oder auch – bei ausgeschalteren Kommentarfunktion – ein entsprechender Hinweis eingeblendet.