Der Zustand der WordPress Welt
Du bist Nutzer und willst, dass es einfach läuft. Die Entwickler-Community ist längst weitergezogen. Nach einer Auswertung von über 14.800 WordPress.org-Themes (WP.MD, Juni 2026) stehen klassischen Themes gegenüber modernen Block-Themes im Verhältnis von 11:1 gegenüber – obwohl inzwischen fast jedes zweite neu eingereichte Theme block-basiert ist. Bei den Page-Buildern ist das Bild ähnlich: Elementor läuft laut HTTP Archive (Auswertung Gravity Kit April 2026) auf rund einem Drittel aller WordPress-Seiten, neuere, schlankere Alternativen wie Bricks wachsen zwar, sind aber noch klein. Entwickler bauen längst anders. Die meisten echten Websites nicht.
Eine Abweichung die es in sich trägt
Ist das nicht normal, dass die Basis den Innovationen hinter her hängt? Vermutlich schon, aber das Ausmass ist gigantisch wenn man sich vorstellt, dass WordPress auf 40,7 % aller Websites läuft (W3Techs). Aber das alles sind Zahlen, die völlig unerheblich sind, wenn du eine einzelne Website betreibst. Du hast Stunden, Tage, Wochen in deine Site gesteckt, dich auf den Techniker (oder Neffen) oder Webdesigner (odern den anderen Neffen) verlassen bei deiner Systementscheidung.
Die Gefahr liegt darin, dass dein System die nächste Welle an Attacken, die nächste Revolution am Designhimmel, das nächste sicherheitrelevante Update nicht übersteht. Dein Auto hat eine Plakette die dich zwingt, regelmässig in der Werkstatt vorbei zu schauen und prüfen zu lassen, ob es noch verkehrstauglich ist – deine Website nicht.
Das ist kein Grund zur Panik – aber ein guter Grund, sich ein wenig Gedanken zu machen über das System selber.

